Rotwein im Sommer? Unbedingt – vier leichte Südtiroler Favoriten

Sobald die Temperaturen steigen, greifen die meisten automatisch zum Weißwein oder Rosé. Rotwein? Der gilt vielen als zu schwer, zu warm, zu winterlich. Aus Südtiroler Sicht ist das ein Missverständnis – denn hier hat man mit dem Vernatsch seit jeher einen Rotwein, der genau für warme Tage gemacht ist: hell, leicht, süffig und, das ist der entscheidende Punkt, leicht gekühlt zu trinken.

Warum leichte Rotweine im Sommer funktionieren

Was Rotwein im Sommer schwer macht, ist selten die Farbe – es sind Alkohol, Tannin und Holz. Ein wuchtiger Barrique-Wein bei 25 Grad im Schatten wirkt schnell erdrückend. Weine mit wenig Gerbstoff, frischer Säure und heller Frucht dagegen wirken erfrischend statt schwer.

Der zweite Hebel ist die Temperatur. „Zimmertemperatur“ stammt aus einer Zeit, in der Wohnzimmer 18 Grad hatten. Leichte Rotweine gehören im Sommer für 20 bis 30 Minuten in den Kühlschrank – 14 bis 16 °C sind ideal. Gekühlt treten Frucht und Frische in den Vordergrund, der Alkohol tritt zurück.

Vier Sommer-Rotweine aus unserem Sortiment

1. Kalterersee – der Klassiker unter den Sommer-Rotweinen

Rund um den Kalterer See wächst der leichtfüßigste Vernatsch Südtirols: hell in der Farbe, voller roter Frucht, mit kaum spürbarem Tannin. Die Auslese „Sea“ 2023 von Andi Sölva ist genau das – saftig, elegant und gekühlt ein perfekter Terrassenwein. Alle Weine dieser Herkunft finden Sie in der Kalterersee-Kollektion.

Passt zu: Vesper, Antipasti, gegrilltem Gemüse, Pizza.

2. St. Magdalener – etwas mehr Würze für den Grillabend

Aus den Hügeln über Bozen kommt der St. Magdalener: Vernatsch mit einem kleinen Anteil Lagrein, dadurch etwas dichter und würziger als der Kalterersee, aber immer noch angenehm leicht. Die „Marie“ 2023 vom Fliederhof bringt feine Sauerkirsche und saftige Säure mit. Mehr dazu in der St.-Magdalener-Kollektion.

Passt zu: Gegrilltem, hellem Fleisch, Südtiroler Marende.

3. Blauburgunder – die elegante Wahl für laue Abende

Wer es feiner mag, greift zum Blauburgunder. Der „Filari di Mazzòn“ 2021 von Carlotto stammt aus der Lage Mazon, die als beste Blauburgunder-Lage Italiens gilt – seidig, finessenreich, mit heller Frucht statt Wucht. Leicht gekühlt ein wunderbarer Begleiter für laue Sommerabende. Mehr in der Kollektion Blauburgunder & Pinot Nero.

Passt zu: Geflügel, Lachs vom Grill, Pilzgerichten, Käse.

4. Rosé – der Brückenschlag

Wer zwischen Weiß und Rot nicht entscheiden mag: Der Pardellerhof Mitterberg Rosé 2023 vereint die Frische eines Weißweins mit der Frucht des Rotweins – gut gekühlt bei 8 bis 10 °C ein idealer Aperitif.

Passt zu: Aperitivo, Fisch, mediterraner Küche, Salaten.

Und was ist mit den großen Rotweinen?

Lagrein Riserva und kräftige Cuvées bleiben natürlich Weine für kühlere Abende – aber auch da lohnt der Blick auf die Temperatur: Selbst ein Lagrein schmeckt bei 17 °C deutlich besser als bei 22. Und wer gereifte Flaschen mag: In unserem Weinarchiv liegen ältere Jahrgänge, deren Tannine bereits weich geworden sind – dadurch wirken sie oft leichter, als der Jahrgang vermuten lässt.

Häufige Fragen

Darf man Rotwein kühlen?

Ja – bei leichten Rotweinen wie Vernatsch, Kalterersee oder Blauburgunder ist es sogar ausdrücklich empfohlen. 20 bis 30 Minuten im Kühlschrank genügen, ideal sind 14 bis 16 °C.

Welcher Rotwein passt am besten zum Grillen?

Zu Gegrilltem passen leichte, fruchtige Rotweine mit wenig Tannin besonders gut – etwa St. Magdalener oder Kalterersee. Sie überdecken die Aromen nicht und wirken auch bei Wärme nicht schwer.

Was ist der Unterschied zwischen Kalterersee und St. Magdalener?

Beide basieren auf Vernatsch: Der Kalterersee vom See ist heller und leichter, der St. Magdalener aus den Bozner Hügeln etwas dichter und würziger – durch den kleinen Lagrein-Anteil.

Wie lange hält eine geöffnete Flasche im Sommer?

Verschlossen und im Kühlschrank aufbewahrt halten leichte Rotweine problemlos zwei bis drei Tage – vor dem Trinken einfach kurz stehen lassen.

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