Lagrein ist die kraftvolle rote Seele Südtirols. Die autochthone Rebsorte wird seit dem 12. Jahrhundert angebaut und bringt tiefdunkle, samtige Rotweine hervor. In diesem Beitrag erfährst du, woher Lagrein kommt, wie er schmeckt und welche Weine sich lohnen.
Herkunft & Geschichte
Lagrein hat seine Heimat rund um Bozen, vor allem im Stadtteil Gries. Die wärmebegünstigten Lagen am Talboden sind ideal für die spätreifende Sorte. Schon im Mittelalter wurde Lagrein urkundlich erwähnt – heute zählt er zu den großen autochthonen Rotweinen Italiens.
Geschmacksprofil
Typisch sind eine satte violett-rote Farbe und Aromen von dunklen Beeren, Brombeere, Veilchen und feiner Würze. Am Gaumen zeigt Lagrein kräftige, reife Tannine und eine lebendige Säure, die ihm trotz seiner Fülle Frische verleiht.
Klassisch oder Riserva?
Der klassische Lagrein wird meist im Stahltank oder großen Holzfass ausgebaut und überzeugt mit fruchtiger Direktheit. Die Riserva reift länger, oft in Barriques, und gewinnt an Tiefe, Struktur und Lagerfähigkeit. Wer Lagrein zum ersten Mal probiert, startet gut mit einem klassischen Wein.
Wozu passt Lagrein?
Lagrein ist ein idealer Begleiter zu kräftigen Gerichten: Wild, geschmortes Rind, Südtiroler Speck, Lamm und gereifter Käse. Wir empfehlen eine Serviertemperatur von 16–18 °C und bei jüngeren Riservas etwas Luft im Glas.
Unsere Lagrein-Empfehlungen
Bei FNWNS findest du Lagrein direkt von handwerklichen Winzern – etwa vom Weingut Kiemberger und vom Fliederhof. Die ganze Auswahl gibt es in unserer Lagrein-Kollektion.
Häufige Fragen
Wie schmeckt Lagrein?
Lagrein ist tiefdunkel, vollmundig und würzig, mit Aromen von dunklen Beeren und Veilchen sowie kräftigen, reifen Tanninen.
Was ist der Unterschied zwischen Lagrein und Vernatsch?
Lagrein ist kräftig, dunkel und tanninreich, Vernatsch dagegen hell, leicht und süffig. Vernatsch eignet sich für den unbeschwerten Genuss, Lagrein für kräftige Speisen.
Wie lange ist Lagrein lagerfähig?
Klassische Lagrein-Weine trinkt man meist jung, gute Riservas können dagegen fünf bis zehn Jahre und länger reifen.